Ein Femizid unter der Lupe
13. Januar 2026

„Context: Ein 41-Jähriger steht vor Gericht, weil er seine Ex-Lebensgefährtin brutal ermordet haben soll. Die Tat soll mit Gift im Kaffee begonnen und mit 23 Schlägen durch ein Brecheisen geendet haben. Das Urteil in diesem Prozess steht kurz bevor.
Detailed Summary:
- Der Angeklagte soll seine 46-jährige Ex-Lebensgefährtin im Juni 2023 in deren Wohnung in Elze getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft soll er zunächst versucht haben, sie mit giftigen Substanzen im Kaffee zu vergiften. Als dies misslang, soll er sie mit einem Brecheisen attackiert und ihr 23 Schläge zugefügt haben, die zu ihrem Tod führten. Das Tatmotiv wird in den Beziehungsstreitigkeiten vermutet.
- Das Landgericht Hildesheim hat die Beweisaufnahme abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag und argumentiert, dass es sich um eine Affekttat gehandelt habe und die volle Schuldfähigkeit des Angeklagten nicht gegeben sei.
- Mehrere Zeugen sagten während des Prozesses aus, darunter Freunde und Nachbarn des Opfers sowie Ermittlungsbeamte. Gutachten zu den genauen Todesumständen und zur psychischen Verfassung des Angeklagten spielten eine zentrale Rolle. Der Prozess wird wegen der Schwere der Tat und der Brutalität der Ausführung von großem öffentlichen Interesse verfolgt. Das Urteil wird in den kommenden Tagen erwartet und könnte richtungsweisend für die rechtliche Bewertung solcher Fälle sein.“
Text: N-TV, 13.01.2026
Jetzt sagen Sie mir: Kann man ernsthaft von einer Affekttat sprechen, wenn der Täter vorher schon mehrfach versucht hat, seine Ex-Lebenspartnerin durch Vergiftung zu töten?
(A. Bauscher)